Frühe Neuzeit (1500-1800)

Mit Beginn der frühen Neuzeit vollzieht sich in Europa und damit im späteren Ruhrgebiet ein Wandel, der vor allem durch Veränderungen in der Religion, durch neue Erfindungen bzw. Entdeckungen und neue Denkweisen bedingt war. Besonders hervorstechend war die von Luther initiierte Kirchenreformation und die damit verbundenen religiösen Konflikte.
Der Erfolg der Reformation ist vor allem durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern von Johannes Gutenberg begründet, weil sich die Ansichten Luthers schneller verbreiten und dadurch mehr Menschen erreicht werden konnten. Die Kommunikation und das Informationswesen in Europa wurde revolutioniert.
Bedeutend war ebenso die humanistische Renaissancebewegung, die besonderen Wert auf die umfassende und freie Bildung legte. Dazu zählte das Lernen antiker Sprachen wie Griechisch und Latein, die vermehrte Beschäftigung mit den Naturwissenschaften und das Infrage stellen kirchlicher Dogmen. Diese Veränderungen, die im Gegensatz zu den im Mittelalter vorherrschenden, stark an der römischen Kirche orientierten Denkweisen standen, prägten die europäische Entwicklung entscheidend.